Edelstahl

Edelstahl definiert sich durch einen besonders hohen Reinheitsgrad und ist eine Bezeichnung für legiert, sowie unlegierte Stähle.

Als Reinheitsgrad bei metallischen Werkstoffen wird der Gehalt an Einschlüssen der Stoffe in einem Werkstoff bezeichnet, welche einen Einfluss auf seine Gebrauchseigenschaften nehmen.

Diese sogenannten Einschlüsse entstehen während der Herstellung eines Werkstoffes.

In der Stahlerzeugung passiert dies also während der Schmelze im Hochofen.

Dabei wird unterschieden zwischen: exogenen Einschlüssen, bei der kleine Mengen von Feuerfestmaterialien in die Stahlschmelze gelangen, und endogenen Einschlüssen – die sogenannte Desoxidation.

Beim letzteren wird der Stahlschmelze ein Desoxidationsmittel (beispielsweise Aluminiumschrott) hinzugegeben, welches mit dem eingeschlossenen Sauerstoff zu Aluminiumoxid reagiert, wodurch es zur Entfernung des Sauerstoffs kommt und gleichzeitig verhindert wird, dass sich Luftblasen im Stahl bilden können.

Von größeren Mengen endogener und exogener Einschlüsse wird abgesehen, da die Gebrauchseigenschaften des Stahls dadurch negativ beeinflusst werden können.

Einschlüsse wie Aluminium oder Silizium können bereits während des Herstellungsprozesses aus der Schmelze entfernt, oder im Nachhinein durch eine Wärmebehandlung des bereits festen Stahls entfernt werden.

Wie hoch der Anteil der verbleibenden Einschlüsse sein darf, damit ein Stahl weiterhin als Edelstahl bezeichnet wird, entscheiden die für die Normierung zuständigen Institutionen für jeden einzelnen Werkstoff.







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